„Manche Schätze entdeckst du nur, wenn du sie teilst.“ Werde Ordensbruder bei den Alexianern!

Du möchtest bedürftigen Menschen aus deiner christlichen Nächstenliebe heraus helfen? Du suchst eine Lebensalternative, die den Leistungsgedanken und das gesellschaftliche Streben nach immer höheren Zielen nicht an erste Stelle setzt? Du wünscht dir Zeit für Besinnung und Entschleunigung? Du wünschst dir Freiraum für Spiritualität, Liturgie und deinen Glauben, den du mit anderen intensiv leben und teilen möchtest? Dann könnten wir Alexianerbrüder die richtige Ordensgemeinschaft für dich sein. Als katholischer Pflegeorden sorgen wir für Alte, Kranke, Behinderte sowie Ausgegrenzte – in unseren Einrichtungen und auch außerhalb einer Institution.

Auf dieser Seite informieren wir dich, wie du deinen Weg in unseren Orden und unser Kloster gestalten kannst. Du erhältst Denkanstöße und findest Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Eintritt in unser Kloster. Zudem erfährst du alles Wissenswerte über mögliche Tätigkeitsbereiche, das Klosterleben und unseren Orden. Solltest du weitere Fragen haben oder das persönliche Gespräch suchen, schreibe uns einfach eine E-Mail oder trete direkt mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf dich!

„Die Liebe Christi drängt uns.“

Leitspruch

„Arm zu sein, kann bedeuten,
dass ich meinen Besitz teile,
worin auch immer er besteht.“

Ordensgelübde

„Gehorsam zu sein, kann bedeuten,
dass ich höre und wahrnehme,
dass die Welt sich nicht um mich dreht.“

Ordensgelübde

„Ehelos um des Himmelreiches willen zu leben,
kann bedeuten, dass ich mich der Liebe Gottes öffne und mich ungeteilt hingebe.“

Ordensgelübde

Helfen in starker Gemeinschaft

Wir Alexianerbrüder sind eine katholische Ordensgemeinschaft. Im Gegensatz zu kontemplativen Orden steht die „praktische Tat des Evangeliums“ im Zentrum unseres Wirkens und Handelns. Die Kranken- und Seniorenpflege sowie die Betreuung behinderter und psychisch kranker Menschen zählen zu den wesentlichen Bereichen unseres sozialen Engagements. Unterstützen kannst du uns in den verschiedensten Tätigkeitsbereichen, denen zum Teil eine Ausbildung vorangeht.

Unser Orden

Gelebte Spiritualität

Diese Nächstenliebe entspringt unserem christlichen Menschenbild. Ein tiefer Glaube ist die Grundlage unseres Handelns. Die Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott abstammt und Ebenbild Gottes ist, unterscheidet unseren Standpunkt vom bloßen Humanismus. In der täglichen Eucharistiefeier, im Lesen der Heiligen Schrift sowie im persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet finden wir zur Begegnung mit Gott. Ein ausgeglichener Weg zwischen klösterlichem Leben und sozialem Engagement, dafür steht die Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder

Unser Orden

Unser Orden früher & heute

Die Wurzeln unserer Ordensgemeinschaft, benannt nach dem Heiligen Alexius, liegen bei den „Begarden“, einer kirchlichen Bruderschaft aus dem 12. Jahrhundert. Erste Klöster entstanden vor rund 800 Jahren in Flandern und den Niederlanden. Von hier aus gründeten unsere Ordensbrüder neue Klöster in Köln, Aachen, Neuss und Tier. Im 19. Jahrhundert verbreiteten sich die Alexianerbrüder weltweit

Heute umfasst unser Orden rund 70 Ordensbrüder mit Klöstern in sieben Ländern: den USA, GB, Irland, Deutschland, Belgien, Ungarn und den Philippinen. Etwa 20 Brüder leben in Deutschland, das Mutterhaus unseres Ordens befindet sich in Aachen, die Ordensverwaltung der Provinz in Münster. 

Ein typischer Tagesablauf

Begleite Bruder Joseph durch den Tag

Hallo, mein Name ist Bruder Joseph. Ich bin 1974 in Kerala (Südindien) geboren und 1994 dort auch in den Orden der Alexianerbrüder eingetreten, nachdem ich zunächst Priester werden wollte. 2006 kam ich nach Deutschland und lebe derzeit im Alexianerkloster Münster. Nach einem Studium der Theologie und Geschichte in Indien habe ich im Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster-Hiltrup mein Examen zum Krankenpfleger absolviert. Gerne schildere ich dir einen typischen Tag als Alexianerbruder. 

Ein typischer Tagesablauf

5.30 Uhr: Aufstehen

Ein elektronisches Piepen beendet die Nacht. Ich greife nach dem Handy, das neben meinem Bett liegt, stelle den Wecker aus und gähne. Das frühe Aufstehen macht mir nichts, es ist tägliche Routine. Heute habe ich Spätdienst im Krankenhaus, bei Frühdienst klingelt der Wecker schon um fünf. Ich setze mich auf die Bettkante und halte einen Augenblick inne.

Auf der ersten Etage des Klosters ist es noch still. Hier haben wir Brüder unsere Zimmer, jeder sein eigenes. Im Schnitt etwa 16 m² mit eigenem Bad. Mein Blick fällt auf das Gemälde an der Wand gegenüber. Es zeigt die Skyline von Rom. Zusammen mit dem hölzernen Kreuz über meinem Bett und einigen Fotos ist das Bild der einzige Wandschmuck. Dazu kommen Schreibtisch, Bücherregal, Bett und Nachttisch. Wir Alexianerbrüder halten die Dinge gern schlicht.

Draußen ist die Sonne schon aufgegangen. Ich stehe auf und öffne das Fenster. Milde Morgenluft strömt mir entgegen, Vogelgezwitscher dringt an mein Ohr, es riecht nach Sommer. Der 11. Juli 2014 wird ein schöner Tag

Ein typischer Tagesablauf

6.00–6.30 Uhr: Morgengebet

Um kurz vor sechs Uhr betrete ich die Klosterkapelle im Erdgeschoss. Hier versammeln wir Brüder uns zum täglichen Morgengebet, das 30 Minuten dauert und sich zu ungefähr gleichen Teilen in die Laudes und die Meditation gliedert. Gesungen wird heute nicht, die Stimmung ist andächtig und ruhig. Für jeden von uns ist das ein fester Bestandteil der Tagesordnung, seit unserem ersten Tag im Kloster.

Nach Ende des Gebets verlässt Br. Damian das Kloster zum Frühdienst im Alexianer-Krankenhaus, der von 6.30 bis 14.30 Uhr dauert. Für die anderen Brüder geht es ein paar Räume weiter in den Speisesaal zum Frühstück.

Ein typischer Tagesablauf

6.30 Uhr: Frühstück

Insgesamt sind wir acht Brüder im Alexianerkloster Münster. Fünf von uns arbeiten in den Fachkliniken und Einrichtungen des Alexianer-Krankenhauses, nur wenige Minuten von hier. Drei Brüder sind bereits in Rente. Sie leisten keinen regulären Dienst mehr, bringen sich aber weiterhin ehrenamtlich ein, soweit es die Gesundheit zulässt. Bruder Michael ist einer von ihnen. Als Frühaufsteher bereitet er schon seit Jahren das Frühstücksbuffet zu – vor dem Morgengebet natürlich. So steht immer alles bereit, wenn wir aus der Kapelle kommen.

Zu Essen gibt es das Übliche. Ich nehme mir ein Brötchen, etwas Quark, Honig, eine Tasse Tee und setze mich an einen der drei Esstische. Der Blumenstrauß, der heute eines der Gedecke auf dem mittleren Tisch ziert, ist natürlich jedem aufgefallen. Bruder Benedikt hat Namenstag. Mein Namenstag ist der 19. März. Joseph ist mein Taufname, andere Brüder haben ihren Ordensnamen nach dem Ende ihres Postulats ausgewählt. Ich freue mich für Bruder Benedikt und über den Anblick des schönen Straußes. Es ist ein fröhliches Frühstück an einem schönen Sommermorgen.

Ein typischer Tagesablauf

Vormittag: Freizeit 

Wenn ich Spätdienst habe, steht mir der Vormittag zur freien Verfügung. Für das Frühstück gibt es kein festes Ende und so sitze ich noch eine Weile mit Bruder Bernhard und Bruder Bonifatius zusammen. Die anderen Brüder haben den Speisesaal bereits verlassen. Irgendwann breche auch ich auf und beschließe, das schöne Wetter auszukosten und eine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. Für unsere Mobilität gibt es im Kloster einige Fahrräder und Autos, die wir uns ausleihen können. Gegen halb zehn bin ich zurück und gehe auf mein Zimmer. Ich setze mich an den Laptop und surfe ein wenig. Erst Spiegel Online und die Webseite der Münsterschen Zeitung, dann Radio Vatikan und zum Abschluss ein paar YouTube-Videos von Kaya Yanar. Zugegeben, ich bin Comedy-Fan. Apropos zugeben: Trotz meiner indischen Herkunft brenne ich für deutsche Schlager, meine Lieblingssängerin ist Helene Fischer, aber auch Andrea Berg höre ich gerne. Heute ist mir aber nicht nach Musik und so versuche ich, meine Familie in Kerala (Südindien) anzurufen. Ich habe Glück, meine Schwester geht ans Telefon. Wir tauschen uns ein paar Minuten aus, dann muss ich mich langsam fertigmachen für das Mittagsgebet.

Ein typischer Tagesablauf

12.15 Uhr: Mittagsgebet und Mittagessen

Auch das Mittagsgebet findet in der Klosterkapelle statt. Anschließend essen wir gemeinsam im Speisesaal, wobei sich Bruder Michael diesmal „zurücklehnen“ kann, da uns das Mittagessen für gewöhnlich vom Cateringdienst des Krankenhauses geliefert wird. Heute gibt es Rinderbraten mit Rotkohl und Kartoffeln. 

Um 13.30 Uhr beginnt der Spätdienst für mich und für die anwesenden arbeitenden Brüder. Ich bin Krankenpfleger in der Damian-Klinik, einer Fachklinik für ältere Patienten mit Depressionen oder Demenz. Jeder Bruder geht je nach Ausbildung einer anderen Arbeit nach. Zum Beispiel ist Bruder Michael Seelsorger in der Forensik, während Bruder Raphael in der Werkstatt für Behinderte arbeitet und Bruder Benedikt für die Seelsorge und Gottesdienste im Kloster und Krankenhaus zuständig ist. 

Den kurzen Weg zur Arbeit gehe ich heute zu Fuß. Manchmal fahre ich auch mit dem Fahrrad. So oder so ist man nur ein paar Minuten unterwegs. Doch da ich sowieso zu früh bin, kann ich mir Zeit lassen.

Ein typischer Tagesablauf

13.30–21.15 Uhr: Spätdienst

Mit einem Lächeln betrete ich die Station. Ich freue mich auf meine Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite. Das Klima ist gut, es gibt keine Hierarchieunterschiede unter uns Krankenpflegern. Auch optisch unterscheidet uns nichts: Auf Station trage ich keinen Habit, sondern Arbeitskleidung. Manchmal kommen neugierige Fragen von den Schwestern oder Pfleger, was mein Ordensleben betrifft, sie interessieren sich für dies und das und ich gebe natürlich gerne Antwort. 

Auch zu den Ärzten habe ich einen guten Draht und natürlich zu den Patienten. Immerhin habe ich mich ganz bewusst und aus meiner christlichen Nächstenliebe heraus dazu entschieden, als Krankenpfleger zu arbeiten. Für mich ist es mehr als ein Beruf, es ist eine Berufung zum Dienst an meinen Mitmenschen. Mir ist es besonders wichtig, Zeit für meine Patienten und deren Bedürfnisse zu haben – immerhin arbeite ich nicht in einer Waschstraße. 

Auch wenn mein Dienst bis 21.15 Uhr geht, kann ich an der Heiligen Messe um 18.30 Uhr teilnehmen. Sie findet in der Klosterkapelle statt. Auch Patienten sind herzlich eingeladen, hier den Gottesdienst zusammen mit uns Ordensbrüdern zu feiern. An Dienstagen, Sonn- oder Feiertagen feiern wir die Heilige Messe in der krankenhauseigenen Kapelle. Nicht dabei sein kann ich eigentlich nur dann, wenn wir im Spätdienst einmal sehr knapp besetzt sind.

Ein typischer Tagesablauf

Abend: Rekreation und Nachtgebet

Nach der Heiligen Messe um 18.30 Uhr essen die Brüder aus dem Frühdienst zu Abend. An Sonn- und Feiertagen sitzen sie anschließend noch etwas im Kaminzimmer beisammen. Wir nennen diese Erholung vom Tag „Rekreation“. Je nach Geschmack trinken wir ein Bier oder ein Glas Wein, es gibt Schokolade und Erdnüsse. Natürlich haben wir auch einen Fernseher, den wir pünktlich um 20.00 Uhr für die Tagesschau einschalten. Wir gucken auch gerne einmal den Tatort oder verfolgen ein Länderspiel, wenn Deutschland spielt. Ansonsten vertreiben wir uns die Zeit mit Gesprächen oder lassen, je nach Lust und Laune, den Tag auf unserem Zimmer ausklingen. Um 19.30 Uhr beten wir das Nachtgebet gemeinsam in der Kapelle. 

Mein Tag auf Station war anstrengend, sodass ich an diesem Abend müde aber zufrieden ins Bett falle. Mein Blick fällt erneut auf die gemalte Skyline Roms. Im nächsten Jahr würde ich die Ewige Stadt gerne mal besuchen, denke ich mir noch, dann schlafe ich ein.

Statements aus dem Kloster

Unsere Ordensbrüder berichten

Du fragst dich, was andere Männer dazu bewegt hat, Ordensbruder bei den Alexianern zu werden? Hier sprechen Alexianerbrüder über ihren Weg in unseren Orden, über ihre Entscheidung, ein Noviziat anzutreten, über ihren Entschluss, bei den Alexianern zu bleiben, sowie über das Leben in der Ordensgemeinschaft. 

Durch einen Klick auf die Pfeile gelangst du zu den Interviews und Statements.

Bruder Dominikus

„Wir bieten kein Produkt an, sondern ein Lebensmodell, wie Leben sinnvoll gelingen kann.“

Interview mit Alexianerbruder Dominikus Seeberg (41) über seine Entscheidung für ein Noviziat und für das Leben in einer Ordensgemeinschaft.

hier liest du das ganze Interview mit Bruder Dominikus
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Bruder Franziskus

„Meine Brüder haben mich ertragen und getragen – das empfinde ich als großes Geschenk.“

Interview mit Alexianerbruder Franziskus (45) über seine Anfänge in der Ordensgemeinschaft, seine durchlaufenen Arbeitsbereiche und über das Wesen der Alexianerbrüder. 

hier liest du das ganze Interview mit Bruder Franziskus
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Bruder Kamilus

„Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das ist für mich Erfüllung.“

Interview mit Alexianerbruder Kamilus über seinen Weg in die Ordensgemeinschaft und sein Leben als Alexianerbruder.

hier liest du das ganze Interview mit Bruder Kamilus
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Bruder Nikolaus

„Die Entscheidung war ein langer Prozess, den ich bis heute nicht bereut habe.“

Interview mit Alexianerbruder Nikolaus über seinen Weg in die Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder. 

hier liest du das ganze Interview mit Bruder Nikolaus
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Bruder Raphael

„Meine erste und einzige Liebe, die Liebe zu Gott, hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.“

Interview mit Alexianerbruder Raphael (70) über 50 Jahre als Alexianerbruder

hier liest du das ganze Interview mit Bruder Raphael
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Häufige Fragen und Antworten

Was ich schon immer über die
Alexianerbrüder wissen wollte ...

Hier findest du die häufigsten Fragen und Antworten zu den Themenbereichen Allgemeines, Klosterleben, Tätigkeit im Orden, Freizeit und Versorgung. Du hast weitere Frage oder wünschst genauere Informationen, vielleicht im Rahmen eines persönlichen Gesprächs? Schreibe uns einfach eine E-Mail – wir antworten dir schnellstmöglich!

Wie ist das Ordensleben entstanden?

Als Vater des christlichen Ordenslebens gilt Antonius der Große (251–356 n. Chr.). Inspiriert von der Lebensweise Jesu entschied er sich für ein Leben als Mönch in der ägyptischen Wüste. Viele folgten seinem Beispiel. Später schlossen sich Mönche zu Gemeinschaften zusammen. So entstanden die ersten Klöster. Das westeuropäische Ordensleben geht auf Benedikt von Nursia zurück, den Gründer des Benediktinerordens. Im Mittelalter entwickelten sich Ordensgemeinschaften, bei denen nicht die Kontemplation, sondern die tätige Sorge um Kranke und Leidende im Mittelpunkt stand und zum Teil heute noch steht. Dazu zählen auch wir Alexianer. Unser Orden ging im 12. Jahrhundert aus der Begardenbewegung hervor.

Warum leben wir so?

Weil wir glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist, der uns gezeigt hat, wie unser Leben gelingen kann und wie wir das ewige Leben finden. Als Getaufte fühlen wir uns angesprochen, nach dem Vorbild Jesu zu leben, indem wir Gott und den Nächsten in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen. Deshalb haben das Gebet und der Dienst an den Kranken und Schwachen einen hohen Stellenwert für uns. Deshalb verzichten wir auf Familie und persönlichen Besitz und leben im Gehorsam gegenüber der Gemeinschaft.

Wozu gibt es Gelübde?

Durch die Gelübde der Armut und Ehelosigkeit bekennen wir öffentlich, dass wir Jesus in der Gemeinschaft des Ordens folgen wollen. So sind die Gelübde einmal ein Zeichen der Hingabe und Liebe. Dazu haben sie aber auch eine entlastende Funktion: Wir können uns auf das Wesentliche konzentrieren und müssen nicht ständig über unsere Lebensweise nachdenken. Die Gelübde bedeuten den Verzicht auf vieles, was den Menschen wichtig und normal erscheint. Genau dadurch schaffen sie aber auch einen Freiraum: Wir können uns in besonderer Weise auf Gott, den Nächsten und uns selbst einlassen.

Häufige Fragen und Antworten

Allgemeines

Unterscheiden sich Ordensleute eigentlich von anderen Menschen?

Kurz und knapp: nein. Wir müssen uns wie alle anderen mit alltäglichen Problemen auseinandersetzen. Aber unsere Lebensweise unterscheidet sich von der vieler Menschen. Wir machen die Erfahrung: Das Bewusstsein der Gegenwart Gottes, die klösterliche Stille, der Dienst am Nächsten und die Gemeinschaft miteinander geben uns Erfüllung und Kraft, Zufriedenheit und Sinn.

Müssen im Kloster immer alle schweigen und still sein?

Es gibt Ordensgemeinschaften, die einen Großteil ihres Tages im Schweigen verbringt. Auch in einem Alexianerkloster ist es ruhig, ohne dass wir eine konkrete Schweigeordnung haben. Stille ist gerade in unserer stark medienbestimmten Zeitepoche wohltuend. So suchen nicht nur Ordensleute die Stille, sondern auch oft Gäste. Die Stille bzw. das Schweigen ist dabei aber nicht ein Ausdruck der Verachtung von Kommunikation oder bloßer Selbstzweck. Es geht in erster Linie um das Hören – auf Gott und die anderen. In der Stille können wir besser auf Gottes Geist hören. In der lauten Betriebsamkeit des Alltags geht das nicht immer. Indem wir schweigen, bekunden wir aber auch unseren Respekt vor der Privatsphäre anderer. Unsere eigenen spontanen Ideen, Gedanken oder Launen sollen nicht sofort in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden. Manchmal ist es besser, unsere Worte mit Bedacht zu wählen.

Häufige Fragen und Antworten

Klosterleben

Gibt es ein Höchstalter für den Ordenseintritt?

Nein. Doch Lebensjahre prägen einen Menschen und das Gemeinschaftsleben beschenkt und fordert gleichermaßen. Vor diesem Hintergrund zeigt die Erfahrung, dass ein Ordenseintritt ab 50 schwerer fällt.

Besteht die Möglichkeit, in das Klosterleben „reinzuschnuppern“?

Du kannst dir jederzeit ein Bild vom Klosterleben machen, von der Dauer eines Wochenendes bis zu einem Jahr (das so genannte „Alexianer-Jahr“).

Kann ich Bruder werden, obwohl ich bereits Frau und/oder Kinder habe?

Solange die Ehefrau lebt, ist das nicht möglich, da die Verpflichtung gegenüber der Ehefrau und den Kindern im Vordergrund steht. Zum anderen ist eine Ehe nach katholischem Verständnis unauflöslich und kann durch einen Ordenseintritt nicht aufgehoben werden. Sollte die Ehefrau verstorben sein und die Kinder volljährig, ist ein Ordenseintritt möglich.

Kann ich Haustiere mitbringen?

Bei kleineren Tieren ist dies unproblematisch. Größere Tiere wie Hund oder Katze können in der Regel nicht mitgebracht werden. Wenn wir Haustiere im Kloster halten, müssen alle Brüder damit einverstanden sein und das Tier annehmen, da wir sonst dem Tier nicht gerecht werden.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Ordenseintritt erfüllen?

Du solltest ein getaufter, gläubiger katholischer Christ sein, Gott lieben und Freude am Gebet haben. Du musst mindestens 18 Jahre alt und ledig sein sowie auf eigenen Füßen stehen können. Du solltest einen Schulabschluss haben sowie körperlich wie psychisch gesund sein, damit du unsere klösterliche Berufung erfüllen kannst. Wenn du als Nichtkatholik in den Orden eintreten möchtest, müsstest du zuerst katholisch werden.

Kann ich mir ein Kloster aussuchen, in das ich gehen möchte?

Ja. Als Alexianerbrüder haben wir mehrere Klöster im In- und Ausland, sodass wir in unserem Ordensleben den Wohnort aus privaten oder beruflichen Gründen wechseln können.

Häufige Fragen und Antworten

Klosterleben

Wie sieht der Klosteralltag aus?

Wir treffen uns fünfmal am Tag zum gemeinsamen Gebet. Auch die Mahlzeiten am Morgen und Abend nehmen wir gemeinsam ein. Zwischendurch geht jeder seiner Arbeit nach. Am Sonntagabend oder an Feiertagen sitzen wir gemütlich bei einem Bier oder Glas Wein beisammen und kommen miteinander ins Gespräch. Je nach Arbeitseinsätzen hat jeder seine eigene freie Zeit. Weitere Informationen erhältst du unter der Rubrik „Tagesablauf“.

Muss ich mich auf die Zeit im Kloster besonders vorbereiten?

Bei Interesse laden wir dich für einige Tage zu uns ein und kommen gemeinsam ins Gespräch. Das gegenseitige Kennenlernen ist wichtig und zugleich eine Vorbereitungszeit.

Kann ich das Kloster zu jeder Zeit aus privaten Gründen verlassen?

Über deine freie Zeit außerhalb der Gebets- und Arbeitszeit kannst du frei verfügen, um z.B. Besorgungen zu machen. Der klösterliche Lebenswandel und das Ziel des geistlichen Lebens legen es allerdings nahe, dich im Trubel der Stadt oder in Discos bzw. auf Partys nicht zu verlieren. Wir nehmen an Christus Maß, der auf die Menschen zuging und feierte, mit ihnen weinte und lachte, aber sich nicht im weltlichen Treiben der damaligen höheren Wohlstandsgesellschaft verlor.

Wie oft am Tag werden wir beten?

Wir treffen uns fünf Mal zum Gebet, das erste Mal morgens um 6.00 Uhr. Zum Stundengebet kommen wir vier Mal zusammen, dort beten wir die Psalmen und hören einen Abschnitt aus der Bibel. Ein Mal am Tag feiern wir die Eucharistie, das heißt die Heilige Messe. Sie ist das Herzstück des Tages und des klösterlichen Lebens.

Was geschieht bei Streit im Kloster?

Du solltest dich entschuldigen, wenn du jemanden verletzt oder beleidigt hast – aber auch verzeihen können, wenn dir unrecht getan wurde. Ansonsten bist du ohne Berechtigung in einem Kloster.

Häufige Fragen und Antworten

Klosterleben

Kann ich zu jeder Zeit meinen Dienst als Ordensbruder quittieren?

In den ersten 2,5 Jahren der Ausbildungszeit als Postulant und Novize kannst du jeden Tag deinen Weg abbrechen oder auch von der Gemeinschaft entlassen werden. Nach den 2,5 Jahren legst du als Mitbruder gewöhnlich für ein Jahr deine Gelübde ab; in dieser Zeit bist du gebunden. Nach dem Jahr überlegen du und die Gemeinschaft, ob du weiter geeignet bist und den Weg fortsetzen kannst. Das wiederholt sich vier Jahre lang. Nach fünf Jahren legt ein Alexianerbruder seine ewigen Gelübde ab, das heißt, er bindet sich auf Lebenszeit an die Ordensgemeinschaft.

Das abgelegte Versprechen, Jesus in Form der Evangelischen Räte in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu folgen, solltest du ernst nehmen. Wenn du sehr unglücklich bist oder aufgrund eines psychischen Leidensdrucks nur noch mit deinen Mitbrüdern in Streit lebst, kannst du den Papst um eine Entbindung deiner Gelübde bitten und die Gemeinschaft verlassen.

Ist es mir möglich, zu jedem Zeitpunkt in den Orden einzutreten?

Du kannst zu jedem Zeitpunkt eintreten, hospitieren oder uns besuchen.

Wann erhalte ich einen eigenen Ordensnamen?

Deinen Ordensnamen erhältst du nach der halbjährigen Probezeit (Postulat) im Rahmen deiner offiziellen Aufnahme in das Noviziat. Deinen Ordensnamen kannst du dir aussuchen. Du kannst aber auch deinen Zivilnamen behalten.

Gibt es direkte Ansprechpartner, wenn ich einmal Probleme habe?

Du kannst jederzeit einen Ordensbruder ansprechen und jeden in der Gemeinschaft um Hilfe bitten. Viele haben auch einen geistlichen Begleiter, der nicht in derselben Gemeinschaft lebt.

Was geschieht, wenn ich gegen die Ordensregeln verstoße?

Bei Problemen kannst Du den jeweiligen Oberen ansprechen. Sollte ein Problem bei dir vorliegen, wird der Mitbruder oder der Obere dich im Vieraugengespräch darauf ansprechen.

Häufige Fragen und Antworten

Klosterleben

Habe ich Vorgesetzte?

Ja, du hast Vorgesetzte, deren Weisung du im Hinblick auf den klösterlichen Lebensstil befolgen musst. Du hast natürlich auch berufliche Vorgesetzte, je nach Einsatzgebiet.

Darf ich mein Zimmer persönlich einrichten?

Natürlich! Eigene Möbel darfst du bzw. brauchst du aber nicht mitzubringen.

Kann ich weiterhin vegetarisch oder vegan leben?

Wenn Du möchtest, gerne.

Welche Aufgaben muss ich innerhalb des Klosters übernehmen?

Das wird im gemeinsamen Gespräch mit dem Ordensoberen – dem Provinzial – besprochen. Persönliche Vorlieben können mit einfließen. Den allgemeinen Haushalt teilen wir untereinander auf.

Lerne ich Ordensbrüder aus anderen Ländern kennen?

Jährlich finden verschiedene Treffen statt, wo Ordensbrüder aus Deutschland oder anderen Ländern zusammenkommen. Auch Auslandsaufenthalte sind bei uns von Zeit zu Zeit möglich.

Wie verhalte ich mich, wenn ein Bruder gegen die Regeln verstößt?

Du kannst einen befugten Ordensbruder informieren, damit er das Fehlverhalten ansprechen kann. Oder du sprichst deinen Mitbruder aus der Nächstenliebe heraus darauf an. Denunziationen oder das Verpetzen von Mitbrüdern haben keinen Platz im Kloster.

Ist mein Ordensgewand zu jeder (Jahres-)Zeit dasselbe?

Wir haben ein Ordenskleid für die Sommer- und Winter- und Arbeitszeit. Wir können aber auch ganz gewöhnliche Kleidung wie Jeans und Pulli oder Stoffhose und Hemd tragen. Die Ordenskleidung ist während der Eucharistie (Heilige Messe) und bei besonderen Anlässen als Zeichen der Einheit und Weihe verpflichtend.

Darf ich moderne Technik wie einen Laptop oder ein Smartphone nutzen?

Ja. Auch wir nutzen zeitgemäße Technologie.

Häufige Fragen und Antworten

Tätigkeit im Orden

Kann ich mir meinen Tätigkeitsbereich aussuchen?

Ja. Du kannst je nach eigenen Interessen wählen, in welchem Tätigkeitsbereich du uns unterstützen möchtest: z.B. Krankenpflege, Handwerk, Seelsorge, Hauswirtschaft, Verwaltung, Sozialdienst. Für viele Bereiche ist allerdings eine Ausbildung nötig. Wir lassen uns aber auch senden, um dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Brauche ich eine Ausbildung bzw. ein Studium, um bei den Alexianern tätig zu werden?

Nein. Ob eine Ausbildung bzw. ein Studium notwendig ist, hängt vom Tätigkeitsbereich ab.

Kann ich meinen Tätigkeitsbereich nach ein paar Jahren wechseln?

Du hast jederzeit die Möglichkeit, deinen Tätigkeitsbereich zu wechseln und uns in anderen Bereichen zu unterstützen.

Kann ich eine Ausbildung machen?

Ja. Wir legen Wert auf eine gute Ausbildung im Beruf oder durch ein Studium. Die Ausbildung kann in den Alexianer-Einrichtungen oder auch in anderen anerkannten Ausbildungsstätten stattfinden.

Häufige Fragen und Antworten

Tätigkeit im Orden

Ich habe keinen pflegerischen Beruf erlernt. Kann ich trotzdem helfen?

Ja. Deine Tätigkeit soll aber den Kranken, Armen und Hilfsbedürftigen zugutekommen.

Ich möchte helfen, aber nicht dauerhaft Ordensbruder werden. Haben die Alexianer hier Möglichkeiten?

Die Stiftung der Alexianerbrüder ist Eigentümer der Alexianer-Einrichtungen bundesweit. Sie unterhält verschiedene Krankenhäuser, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder auch Seniorenheime. Zurzeit beschäftigen wir rund 12.500 Mitarbeiter. Du kannst dich als „gewöhnlicher Mitarbeiter im Gesundheitswesen“ bei uns bewerben. Wenn du dich privat oder beruflich einfach orientieren möchtest oder überlegst, ob ein kirchlicher sozial-caritativer Beruf etwas für dich wäre, bieten wir ein Alexianer-Jahr an. In diesem Jahr lebst du mit uns zusammen und nimmst am klösterlichen Tagesrhythmus teil. Du arbeitest in einem unserer Arbeitsbereiche mit. Das Alexianer-Jahr ist also so etwas wie „Kloster auf Zeit“.

Häufige Fragen und Antworten

Freizeit

Steht mir Urlaub zu?

Im Jahr haben wir 28 Tage Urlaub sowie bis zu 8 Tage Exerzitien (Besinnungstage). Die Finanzierung trägt die Gemeinschaft.

Darf ich mich an Wochenenden mit Freunden treffen?

An einem Tag in der Woche haben wir frei, das heißt, wir können diesen Tag frei gestalten und alleine oder mit anderen etwas unternehmen. Auch an anderen Tagen kannst du dich mit jemandem treffen, sofern dies deine Arbeit und der klösterliche Tagesrhythmus mit seinen Gebetszeiten zulässt. Es besteht auch die Möglichkeit, Familie und Freunde für einige Tage ins Kloster einzuladen.

Wenn nicht, wie erreiche ich Freunde und Familie?

Wenn keine Besuche möglich sind, kannst du über Telefon und E-Mails den Kontakt pflegen.

Genieße ich im Kloster Privatsphäre?

Du hast ein eigenes Zimmer, in das du dich jederzeit zurückziehen kannst.

Häufige Fragen und Antworten

Freizeit

Wie sieht es mit der Mobilität aus?

Ein eigenes Auto besitzt du als Alexianerbruder nicht. Jedes Kloster hat aber je nach Anzahl der dort lebenden Brüder ein oder mehrere Autos. In einem Kalender trägt jeder seinen „Autotermin“ ein.

Kann ich verreisen?

Ja, wir bringen uns im kirchlichen und beruflichen Leben mit ein und nehmen dementsprechend an vielen Veranstaltungen außerhalb des Klosters und Arbeitsplatzes teil. Das Reiseziel im Urlaub sollte dem einfachen Lebensstil eines Ordensbruders entsprechen. Auch ein Besuch von Mitbrüdern in anderen Ländern ist möglich.

Erhalte ich eine Art „Taschengeld“?

Die monatliche Vergütung geben wir gemäß dem Evangelium in eine gemeinsame Kasse. Jeder Bruder erhält daraus, was er für sein Leben braucht, z.B. Kleidung, Grundpflegeartikel, Bücher, PC-Zubehör, Urlaubsgeld etc. Für deine ganz privaten Anliegen und Wünsche erhältst du 70 Euro monatlich.

Darf ich weiterhin meinen Hobbys nachgehen?

Wenn sie mit dem Ordensleben vereinbar sind, ja.

Häufige Fragen und Antworten

Versorgung

Bin ich weiterhin krankenversichert? 

Ja, in unserem Orden bist du weiterhin krankenversichert. In der Regel sind alle Ordensleute in Deutschland bei der Barmer Ersatzkasse versichert. 

Gibt es eine Rente/Pension? 

Ordensleute arbeiten gewöhnlich auf Gestellungsbasis, das ist ein besonderer Arbeitsvertrag. Wir entrichten für jeden Mitbruder den Mindestbeitrag an die staatliche Rentenkasse und schließen eine zusätzliche private Rentenversicherung ab. Der Eintritt in die Rente richtet sich nach der gesetzlichen Vorgabe, das derzeitige Renteneintrittsalter liegt bei 65 bzw. 67 Lebensjahren. Alle Brüder sind aber weiterhin ehrenamtlich tätig, soweit es ihre Gesundheit zulässt. Im geistlichen, klösterlichen Leben gibt es kein „freies Rentnerleben“, da unser klösterliches Leben kein Job ist, sondern eine Lebenshaltung. 

Ist für den Fall der alters- oder gesundheitsbedingten Pflege gesorgt?

Ja, wir tragen neben der staatlichen Versicherung auch privat für die Alterssicherung eines jeden Alexianerbruders Sorge, indem wir Rücklagen bilden.

Häufige Fragen und Antworten

Versorgung

Erhalte ich medizinische Versorgung, wenn ich krank werde?

Ja, auf jeden Fall. Wie jeder andere auch gehen wir bei gesundheitlichen Problemen zum Arzt und erhalten ggf. eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitgeber. Auch Medikamente oder andere Pflegeutensilien erhalten wir über Rezept oder bezahlen sie aus der klösterlichen Gemeinschaftskasse.

Darf ich privates Vermögen haben?

Ja. Mit der Ablegung des Versprechens der Armut, um Jesus immer ähnlicher zu werden und die Anhäufung von Gütern nicht als DAS Lebensziel anzustreben, überträgst du aber die Verwaltung deines Vermögens einer von dir bestimmten Person und verzichtest auf die Nutzung. Solltest du ein Erbe erhalten, darfst du dieses annehmen. Solange du zur Ordensgemeinschaft gehörst, überträgst du aber die Verwaltung deines Erbvermögens ebenfalls an eine von dir ernannte Person. In deinem Testament bestimmst du, wer dieses Vermögen dann erhalten soll. Unter bestimmten Voraussetzungen darfst du dein Vermögen aber schon zu Lebzeiten verschenken.

Kloster auf Zeit

Dein Weg zu den Alexianern

Bevor du dir die Frage beantworten kannst, ob du der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder beitreten möchtest, solltest du dir genügend Zeit nehmen und unseren Orden, die tägliche Arbeit und das Klosterleben selber erleben und entdecken. Hierzu bieten wir dir verschiedene Möglichkeiten: Entscheide du, wie intensiv du deinen ersten Kontakt mit unserer Ordensgemeinschaft gestalten möchtest. Bei Interesse oder Fragen freuen wir uns auf deine E-Mail!

Kloster auf Zeit

Das Alexianer-Wochenende

Besuche uns und mache dir einen ersten Eindruck vom Leben im Kloster und in der Ordensgemeinschaft. Gerne kannst du einen der Brüder bei seinem Dienst in einem unserer Krankenhäuser oder einer unserer Pflegeeinrichtungen begleiten.

Bei Interesse oder Fragen freuen wir uns auf deine E-Mail!

Kloster auf Zeit

Das Alexianer-Jahr

Die Entscheidung für den Schritt in unsere Ordensgemeinschaft wirst du nicht von heute auf morgen treffen. Daher richtet sich dieses Angebot an alle volljährigen „Suchenden“, die intensiv prüfen wollen, ob der Weg des Ordensbruders ihr Weg sein kann oder ist. Während des Alexianer-Jahres erhältst du einen intensiven Eindruck von unserem Gemeinschafts- und Klosterleben sowie vom kirchlichen Dienst. 

Du lebst zusammen mit den Brüdern direkt im Alexianerkloster Münster oder im Gästebereich des Klosters. Kost und Logis während dieser Zeit sind frei, zudem erhältst du eine monatliche Vergütung auf Vertragsbasis. Auch wenn du im Rahmen des Alexianer-Jahres keine Gelübde ablegen musst, erwarten wir von dir eine Lebensführung, die in ihren Grundzügen der unseren entspricht. 

Da wir ein Krankenpflegeorden sind, hast du im Anschluss die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Krankenpfleger oder eine Ausbildung in einem anderen Beruf im Gesundheitswesen zu absolvieren.

Hier gelangst du zu einem Erfahrungsbericht über das Alexianer-Jahr.

Hier kannst du einen Informationsflyer zum Alexianer-Jahr als PDF downloaden.

Bei Interesse oder Fragen freuen wir uns auf deine E-Mail!

Tätigkeiten in unserem Orden

Vielfältig helfen und wirken

In unserer Ordensgemeinschaft hast du viele Möglichkeiten, dich einzubringen und die Alexianerbrüder zu unterstützen. Vom Pflegeberuf bis zur kaufmännischen Tätigkeit: Dein Einsatzgebiet bzw. deine Einsatzgebiete richten sich ganz nach deinen Vorlieben und Talenten – auch wenn Grundkenntnisse im Krankenhauswesen für jeden Bruder obligatorisch sind. Für manche der Tätigkeiten ist eine Ausbildung erforderlich, die du in unserem Orden absolvieren kannst. Weltweit versorgen wir Menschen in Fachkliniken, Allgemeinkrankenhäusern, Seniorenheimen und Hospizen, Behinderteneinrichtungen und Heimen für HIV-Infizierte. Zudem betreiben wir Werkstätten für Menschen mit Behinderung. 

Tätigkeiten in unserem Orden

Kirchliche Berufe

  • Seelsorger
    je nach Tätigkeitsbereich Ausbildung oder Studium.

Medizinisch-pflegerische Berufe

  • Altenpfleger
  • Arzt
  • Gesundheits- und Krankenpfleger mit ggf. zusätzl. Fachpflegeexamen
  • Heilerziehungspfleger
  • Psychologe

Medizinisch-technische Berufe

  • Chirurgisch-technischer Assistent
  • Medizinisch-technischer Röntgen- oder Laborassistent
  • Medizinischer Fachangestellter
  • Operationstechnischer Assistent 

Sozialpädagogische Berufe

  • Ergotherapeut
  • Heilerzieher
  • Hypotherapeut (Reit-Therapie)
  • Lehrer für Pflegeberufe
  • Sozialarbeiter/Streetworker

Verwaltungsberufe

  • Fachinformatiker für Systemintegration
  • Informatikkaufmann
  • Kaufmann im Gesundheitswesen
  • Kaufmann für Büromanagement
  • Sekretär
  • Veranstaltungskaufmann

Handwerkliche und sonstige Berufe

  • Bäcker
  • Elektriker
  • Florist
  • Gärtner
  • Hotel- und Restaurantfachkraft
  • Koch
  • Schlosser
  • Textilreiniger
  • Tischler


Ordens-Check

Bin ich für das Ordensleben geeignet?

Du denkst über einen Ordenseintritt oder ein Alexianer-Jahr nach und fragst dich, ob du dich für das Leben in unserer Gemeinschaft eignest? Die Vorzeichen dafür stehen gut, wenn die folgenden Aussagen auf deine Person zutreffen. Neben den faktischen Voraussetzungen, die wir im Zweifelsfall gerne persönlich mit dir besprechen, legen wir vor allem Wert auf dein Wesen und deine Beziehung zu Gott. Daher kann dieser Ordens-Check ein Kennenlernen selbstverständlich nicht ersetzen – vielmehr soll er dir als erste Orientierung dienen. 

Ordens-Check

Bin ich für das Ordensleben geeignet?

Ich bin mindestens 18 Jahre alt und männlich.
Zum Zeitpunkt des Eintritts in den Orden bin ich katholisch.
Ich besitze eine gewisse Gottesbeziehung, fühle mich Christus verbunden und habe Freude am Gebet.
Ich bin körperlich und geistig gesund. Die entsprechenden Atteste kann ich vorlegen.
Ich besitze einen Schulabschluss. Wenn nicht, gibt es Gründe dafür, die ich in einem persönlichen Gespräch erläutern kann.
Ich bin unverheiratet, verwitwet oder meine staatliche Ehe ist geschieden.
Ich habe keine Kinder bzw. keine, für die ich noch in irgendeiner Form Sorge tragen muss.
Generell ist mein Privatleben geordnet. Ich muss derzeit keinen sozialen Verpflichtungen nachkommen. Ebenso bin ich schuldenfrei und leiste keine Bürgschaft.
Ich möchte Alten, Kranken, Behinderten und anderen bedürftigen Menschen helfen, und das aus meinem christlichen Glauben, aus der Liebe Christi heraus.
Meine Zuwendung zu den Menschen speist sich aus meiner christlichen Nächstenliebe.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass mich das Leben und die Arbeit in der Ordensgemeinschaft beschenkt, aber auch fordert. Jedoch bin ich teamfähig, empathisch und verfüge über Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.
Ich kann mir vorstellen, den Evangelischen Räten nach in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen zu leben. Selbst dann, wenn ich deren tieferen Sinn derzeit noch nicht vollständig erfassen kann.

Erlebnisse

Ein wichtiger Lebensschritt für Bruder Damian

Zeit der Prüfung - Zeit der Entscheidung: Jürgen Erich Fach, so hieß Bruder Damian früher mit bürgerlichem Namen. Er war bereits 53 Jahre, als er als Postulant ins Alexianerkloster ging. Den ersten Kontakt mit einem kirchlichen Orden hatte Bruder Damian während seiner Tätigkeit als Altenpfleger im Wihelmsburger Krankenhaus "Groß Sand" in Hamburg. Dort sind noch heute die Katharinenschwestern in der Pflege tätig. Eine der Schwestern sollte in...

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Erlebnisse

Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle

Wo Hilfe gebraucht wird, da ist er da. Das war schon immer so. Bruder Michael, heute 76 Jahre alt, blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Ein Leben, das er mit aller Hingabe Menschen widmet, die Unterstützung brauchen.

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Erlebnisse

Über den Weg zu Gott und das „Rausgehen“

Münster, Juni 2015. Bruder Bernhard-Maria Flägel erzählt seine Berufungsgeschichte – und das sind immer gleich zwei Geschichten. Denn der Alexianerbruder gehörte früher der Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres an, aus der er wieder austrat. „Doch die Berufung ist immer wach geblieben“, sagt er und schildert einen nicht immer geraden, aber klaren Weg.

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Erlebnisse

Ostern in Jerusalem: Bruder Benedikt ist in der Heiligen Stadt

Die Alexianerbrüder der Provinz Deutschland wünschen ein gesegnetes und friedvolles Osterfest. In diesen Tagen sind sie mit ihren Gedanken bei ihrem Mitbruder, Bruder Benedikt, der sich zur Zeit in Jerusalem, der "Heiligen Stadt" aufhält und von dort über seine Erlebnisse berichtet.

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Erlebnisse

Wie ich Novize geworden bin

Münster, Februar 2015. Bruder Damian berichtet: Schon in jungen Jahren wollte ich Kranken- bzw. Altenpfleger werden, um kranken Menschen zu helfen. Mein Weg führte mich aber zunächst in einen handwerklichen Beruf, ich wurde Bäcker. Doch der Wunsch für kranke Menschen da zu sein, war immer in mir. Dieser Wunsch wurde noch einmal verstärkt durch die Pflege naher Angehöriger.

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Einblicke ins Klosterleben

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Alexianerweg 7 · 48163 Münster · Deutschland


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Telefax: +49 2501 966 20 444


E-Mail: provinzialat(at)alexianerkloster.de
www.alexianerkloster.de


Geschäftsführer: Provinzial Bruder Dominikus Seeberg CFA
Registergericht: Amtsgericht Münster
Registernummer: VR 5328


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